"Gravel vereint das Beste aus beiden Welten"

Gravel-Gesichter: Erica Ivarsson

Foto: Tenerife Teide 360° / AJ Sportphoto

Stellt euch doch mal vor! Hier lernt ihr die Menschen kennen, die über die mal mehr und mal weniger befestigten Wege dieser Welt graveln. Diesmal: Erica Ivarsson aka @eriwhere.cycling.


Wer?

Ich heiße Erica Ivarsson und komme aus Schweden. Im Jahr 2013 bin ich nach Deutschland gezogen und wohne seitdem in Berlin. Ich arbeite als Data Scientist/Python Programmiererin. Und ich versuche so oft wie möglich verschiedene Abenteuer auf meinem Fahrrad zu erleben. Besonders gerne entdecke ich neue Routen, wenn möglich auch im Ausland. Außerdem fahre ich am liebsten ohne Schnee und Regen. Da passt es, dass ich seit drei Jahren jeden Winter nach Teneriffa fahre, wo ich auch gerade bin.

Woher?

Ich bin im Südwesten Schwedens geboren und in Falkenberg aufgewachsen. Falkenberg ist eine schöne Sommerstadt mit etwa 46.000 Einwohnern und mehreren langen und schönen Strände. Leider ist der Sommer etwas kurz und Falkenberg war mir auch zu klein. Deshalb bin ich mit 18 Jahren nach Spanien gezogen, später nach England und dann nach Deutschland.

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Auf Teneriffa hat Erica ihre zweite Heimat gefunden. Beziehungsweise ... eigentlich schon ihre dritte Heimat neben Schweden und Berlin. Foto: Weronika Szalas

Wo?

Ich lebe seit fast zehn Jahren in Berlin, wo ich mein komplettes Studium abgeschlossen habe. Dann bin ich ohne großen Plan geblieben und arbeite seit vier Jahren Vollzeit für eine Software-Firma. Aber ich reise viel ins Ausland, vor allem nach Teneriffa. Dort verbringe ich seit dem Jahr 2020 jeden Winter ein paar Monate mit meinem Freund und kann remote arbeiten und Radfahren verbinden.

Zum Radfahren finde ich Teneriffa super. Hier sind vor allem die Berge, die ich in Berlin immer vermisse. Aber die Straßen sind auch mega, und die Autofahrer sind sehr respektvoll, zumindest die Einheimischen. Natürlich ist der Winter hier viel wärmer als in Berlin und ich genieße die Sonne.

Wohin?

Da ich mich gerade auf Teneriffa befinde, schreibe ich gerne darüber. Ich fahre lieber im Norden von Teneriffa. Dort ist es viel grüner und es gibt weniger Menschen, Touristen und Verkehr. Ich habe im Jahr 2021 angefangen, Gravel zu fahren und seitdem entdeckt, dass Teneriffa ein wahres Gravel-Paradies ist.

Ich gehe auch sehr gerne wandern und finde, dass Gravel das Beste aus beiden Welten des Radfahrens und Wanderns vereint. Ich freue mich sehr, die Natur auf diese neue Art und Weise zu erleben.

Auf Teneriffa gibt es einige wunderschöne Naturgebiete, in denen ich sehr gerne fahre. Meine Favoriten sind Teno, dort ist die berühmte Masca. Außerdem Corona Forestal de Teide, dort geht es rund um den Vulkan. Ein bisschen wie ein Regenwald aus Jurassic Park ist der Ananga. Die Gebiete eignen sich alle hervorragend für Rennräder, MTB und Gravelbikes. 

Die faszinierende Landschaft Teneriffas ist ein Paradies fürs Gravelbike. Foto: Weronika Szalas

Wie?

Ich plane gerne Routen, auf denen ich einen neuen Teil der Insel entdecken kann. Für die Planung benutze ich Komoot und Strava, und für die Navigation ein Wahoo Element Bolt. Das Gerät ist jetzt vier Jahre alt, funktioniert aber immer noch super.

Ich fahre sowohl auf der Straße als auch "anything Off-road". Es kann Schotter, Single Trails, Double Trails, im Wald und sogar auf MTB-Strecken mit großen Steinen sein.

Womit?

Ich fahre seit dem Jahr 2021 ein Salsa Allroad, wobei ich es jedes Jahr mehr auf Gravel umgebaut habe. Es steht nun auf 650b-Rädern, damit ich 45 Millimeter breite Reifen verwenden kann. Außerdem habe ich auf die GRX 48/31-Kurbel und eine 11-34-Kassette gewechselt. Aber ich möchte immer noch leichtere Gänge haben, und überlege gerade, auf eine größere Kassette umrüsten. Die Straßen hier auf Teneriffa haben teilweise eine Steigung von 20 Prozent. Das ist auf Schotter natürlich noch schwieriger, vor allem beim Bikepacking mit viel Gepäck.

Foto: Tenerife Teide 360° / AJ Sportphoto

Foto: Weronika Szalas

Warum?

Das Graveln macht mir viel Spaß. Und ich bin in der Natur an der frischen Luft. Nach der Arbeit genieße ich diese Chance, meinen Kopf frei zu bekommen. Es hilft mir, weniger gestresst zu sein.

Als ich mit dem Radfahren anfing, war es mir wichtig, meine Fitness zu verbessern, FTP zu erhöhen, mehr Kilometer zu fahren oder mehr Höhenmeter zu erklimmen. Aber in den letzten sechs Monaten bin ich nicht viel Fahrrad gefahren. Also mache ich mir jetzt nicht so viele Gedanken darüber, meine Fitness zu verbessern.

Im Moment freue ich mich einfach, wenn ich draußen auf dem Rad bin. Hier auf Teneriffa fahre ich auf jeden Fall wieder viel mehr.

Mein Ziel hat sich jetzt geändert: Wenn ich jetzt meine Fitness verbessere, kann ich weiter in die Natur fahren und neue Orte in der Ferne entdecken. Das ist doch eine ganz andere Denkweise, als sich nur auf Nummern zu fixieren.

Wann?

Während der Woche fahre ich meistens ein bis zwei Stunden nach der Arbeit auf Asphalt. Der Fokus liegt dann eher darauf, aus dem Haus zu kommen, von der Arbeit abzuschalten und an meiner Fitness zu arbeiten. Da jede Straße entweder bergauf oder bergab führt, ist jede Fahrt auf Teneriffa ein wirklich gutes Training.

Am Wochenende fahre ich gerne den ganzen Tag lang. Dann auch gerne auf Schotter und in den waldigen Bergen. Jedes Wochenende fühlt sich dann wie ein Urlaub an. Es gibt immer noch viel auf Teneriffa zu entdecken.

Zudem unternehme ich jeden Sommer einen Bikepacking-Trip mit meinem Freund. Wir fahren in der Regel ein bis zwei Wochen und 100-150 Kilometer pro Tag. Im Jahr 2022 sind wir in zehn Tagen von Nürnberg nach Österreich, Liechtenstein, Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und Holland und dann wieder nach Deutschland gefahren. Wir hatten einen ungefähren Routenplan, haben aber jeden Tag entschieden, wie lange wir fahren und wo wir übernachten. Generell übernachten wir meist in Hotels, Motels oder Appartements. Da es unser Urlaub ist und wir den ganzen Tag fahren, möchten wir ein bequemes Bett und die Möglichkeit, zu duschen und unsere Klamotten zu reinigen.

Weit oben: Auf einer Höhe von mehr als 2.000 Metern über dem Meer rollt Erica hier über Teneriffa. Der gewaltige Teide im Hintergrund ragt gar 3.718 Meter hoch in den Himmel. Foto: Weronika Szalas

Mit wem?

Auf Teneriffa fahre ich viel alleine, da ich es leichter finde, meinem eigenen Rhythmus zu folgen. Auch als Frau finde ich es sicher und bequem, hier alleine zu fahren. Vielleicht hilft es auch, dass ich fließend Spanisch spreche.

Manchmal fahre ich auch mit meinem Freund, aber er ist viel fitter als ich und in den Bergen ist es schwierig, zusammen zu fahren. In Berlin ist es einfacher, weil es komplett flach ist und ich dank Windschatten hinter ihm bleiben kann.

In den letzten Jahren habe ich auch ein paar Radsportfreunde auf Teneriffa kennengelernt, vor allem Leute, die auch Gravel fahren. Plattformen wie Instagram und Strava haben sehr geholfen, Leute kennenzulernen. Es ist immer gut, mit jemandem auf dem Gravel-Gebiet in Teneriffa zu fahren, da man oft mehrere Stunden kein Handy-Signal hat. 

Aber die meisten meiner Fahrradfreunde leben auf der anderen Seite der Insel, im Süden. Dann muss man schon ein bisschen kreativ sein, um gemeinsam fahren zu können. Zum Glück hat Teneriffa ein sehr gutes Bussystem und man kann die Fahrräder kostenlos im Gepäckraum mitnehmen, solange Platz vorhanden ist. 

Wie oft?

Ich habe es immer noch nicht geschafft, bestimmte Tage in der Woche zum Radfahren fix zu machen. Im Norden Teneriffas ist dies generell etwas schwierig, da das Wetter schnell umschlagen kann, und an einem sonnigen Tag starker Regen auftreten kann. Also versuche ich, nach der Arbeit rauszukommen, wenn ich nicht so viel zu tun habe und das Wetter gut ist. Normalerweise sind es ein bis zwei Tage nach der Arbeit und ein ganzer Tag am Wochenende. Ich genieße aber auch andere Aktivitäten hier, wie zum Beispiel Wandern.

Mein Traum ist es, in Zukunft nicht mehr Vollzeit zu arbeiten und dann mehr Zeit in der Natur zu verbringen. Aber jetzt freue ich mich auch sehr, dass mein Arbeitgeber mir erlaubt, für ein paar Monate in Teneriffa zu arbeiten. Außerdem schätze ich mich glücklich, dass ich jedes Jahr sechs Wochen bezahlten Urlaub bekomme und dann viel Rad fahren genießen kann.

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